Orangensaft – Nicht So Gesund Wie Bisher Angenommen

Ist Orangensaft tatsächlich gesund?

Orangensaft: Gesund oder ungesund

Nur weil es sich um ein Saftgetränk handelt, heißt es nicht, dass es die beste Wahl ist.

Orangensaft gehört seit jeher für viele zum Frühstück dazu. Nun, wie es aussieht, ist dieser Trend vorbei. Aktuelle Berichte und Verkaufszahlen zeigen, dass der Umsatz mit Orangensaft ein Rekordtief erreicht hat.

Wie kann das sein? Trinken die Leute auf einmal lieber andere Fruchtsäfte?

Coca-Cola, der Inhaber von Tropicana, einer Marke, die seit jeher für Premium-Fruchsäfte steht,  ist sich sicher, dass genau hier der Hund begraben liegt und vermarktet inzwischen immer mehr neue Obstsäfte mit verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Es sieht so aus, als ob die Menschen genug vom allmorgendlichen Orangensaft haben. Oder sind sie einfach aufgeklärter?

Orangensaft die ultimative Ernährungslüge

Der sinkende Umsatz ist eventuell sogar gesund, wenn man die Epidemie der Fettleibigkeit betrachtet. Seit Jahrzehnten wurde uns Orangensaft als der gesündeste Obstsaft überhaupt vermarktet. In den 20er Jahren fiel es schwer, überhaupt an frischen Orangensaft heranzukommen. Zu dieser Zeit trank man noch Kaffee am Morgen. Erst seit den 50ern ist Orangensaft auch in den Haushalten von Otto Normalverbrauchern in aller Munde.

Jeder weiß, dass Orangensaft aus reinem Konzentrat nicht gesund ist – er enthält alle möglichen Konservierungsstoffe und es fehlen wichtige Nährstoffe, die in frischem, 100%igem Saft enthalten sind. Dennoch hat sich herausgestellt, dass auch 100% frisch gepresster Orangensaft nicht so gesund ist, wie wir alle annahmen.

Ernährungswissenschaftler haben in verschiedenen Studien, die den Unterschied zwischen ganzen Orangen und Orangesaft unter die Lupe nahmen, festgestellt, dass Orangen in Saftform den Insulinspiegel in die Höhe schnellen lassen – anders beim Verzehr von ganzen Orangen. Da der Fasergehalt des Saftes geringer ist, läuft der Verdauungsprozess um ein Vielfaches schneller ab.

Da es länger dauert eine Orange zu verdauen, ist die Insulinreaktion geringer. Was aber hat es mit der Insulinreaktion auf sich? Häufig auftretende Insulinspitzen können zu einer Insulinresistenz und somit zu Diabetes führen.

Also solltest du bei deinem täglichen Frühstück morgens lieber zu einer Orange, als zum Saft greifen. Aber trinkst du am besten dazu?

Ist Kaffee die bessere Alternative?

So wie der Orangensaft einst den Kaffee von seinem Thron als Lieblings-Frühstückgetränk verdrängt hat, so ist derzeit der Kaffee wieder auf dem Vormarsch. Forscher fanden heraus, das Kaffee tatsächlich die bessere Alternative ist (sofern du deinen Kaffeegenuss im Zaum hältst).

Einer Studie vom Jahr 2011 zufolge haben Kaffeetrinker tatsächlich ein geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes. Könnte es sein, dass Kaffeetrinker am Morgen seltener zum Orangensaft greifen?

Weitere Forschungen zum Thema Kaffee haben gezeigt, dass Koffein deine Basisstoffwechselrate erhöht, was einfach ausgedrückt dazu führt, dass du mehr Kalorien verbrennst. Darüber hinaus ist Kaffee bekannt dafür, die psychischen Grundleistungsfunktionen zu verbessern.

Die sinkenden Verkaufszahlen sprechen dafür, dass die Menschen langsam erkennen, dass Orangensaft, genau wie viele andere Säfte, nicht so gesund ist, wie bisher angenommen. Falls du dennoch hin und wieder zum Saft greifst, gilt wie bei den meisten Dingen im Leben:  Maß halten!

 

 

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