5 erstaunliche Dinge, die Dein Gehirn macht, während du schläfst

Warum anhaltender Schlafmangel das Gehirn nachhaltig schädigen kann

Warum anhaltender Schlafmangel das Gehirn nachhaltig schädigen kann

Vorbei sind die Zeiten, in denen wir dachten, dass unser Gehirn, genau wie unser Körper, nachts schläft. Heutzutage wissen wir, dass das Gehirn nie schläft (obwohl es sich manchmal während langweiliger Büro-Meetings oder Vorträge ausruht).

Die meisten Deutschen verbringen ein Drittel ihrens Lebens mit Schlafen. Für mancher einen scheint dies eine große Zeitverschwendung. Dennoch ist Schlaf wichtig für die Gesundheit und darüber hinaus hat unser Gehirn die Gelegenheit während unserer Ruhepausen die Möglichkeit, seine Hausaufgaben nachzuholen.

Die neuronale Aktivität unseres Gehirns während wir schlafen ist fast genauso hoch, wie wenn wir wach sind. Was macht unser Gehirn also, wenn wir schlafen – neben der Steuerung von unwillkürlichen Körperfunktionen wie der Verdauung, Atmung und dem Senden von Signalen an unsere Organe, etc.? Dein Gehirn führt nachts mehr aktive kognitive Prozesse durch, als du dir denkst – noch mehr Gründe nachts die vollen acht Stunden Schlaf zu bekommen.

Hier nur 5 Gründe nachts länger zu schlafen aus Sicht deines Gehirns (dies ist keinesfalls eine vollständige Liste):
  1. Erzeugen und festigen von Erinnerungen

Um neue Erinnerungen bilden zu können, müssen Körper und Gehirn gut ausgeruht sein. Während des Schlafes nimmt unser Gehirn neue Erinnerungen, festigt diese und verknüpft sie mit alten Erinnerungen, um so ein konsolidiertes Netzwerk an Erinnerungen zu schaffen. Wenn du ständig vergisst, wo du deine Autoschlüssel hingelegt hast, dann kann das daran liegen, dass du nicht genügend Schlaf bekommst.

  1. Entgiftung

Während du schläfst, ist dein ganzer Körper wortwörtlich mit Aufräumen beschäftigt. Giftstoffe, die sich im Laufe des Tages angesammelt haben, werden verarbeitet und an das entsprechende Organ zur Ausscheidung gesandt. Es ist weitläufig bekannt, dass ein chronischer Mangel an qualitativem Schlaf zu neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer führen kann.

Der Grund hierfür ist, dass während des Schlafens unser Hormonspiegel abfällt und das lymphatische System Zerebrospinalflüssigkeit um das Gehirn und Rückenmark herum abgibt, was abgestorbene Zellen und Giftstoffe ausspült. Ohne diesen nächtlichen Prozess können sich Schadstoffe ansammeln, welche wiederum das Gedächtnis, unsere Aufmerksamkeitsspanne und die langfristige Gesundheit unseres Gehirns beeinträchtigen können.

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  1. Erlernen und Festigen von körperlichen Fähigkeiten

Menschen Zucken beim Träumen, weil sie körperliche Aktivitäten im Schlaf üben. Während der REM-Schlafphase, auch paradoxer Schlaf genannt, werden Informationen, die das Ergebnis von sogenannten Schlafspindeln sind, im Langzeitgedächtnis abgespeichert.

Es wird vermutet, dass diese Energie-Stöße auftreten, wenn der Temporallappen im Gehirn neue Erinnerungen vom motorischen Kortex erhält, diese verabreitet und abspeichert. Schlafmangel blockiert diese neuen Informationen davon, gespeichert zu werden.

Diese Übungen des Gehirns während des Schlafens sind wichtig für die spätere Leistung. “Wenn du dein Golf-Spiel verbessern möchtest, dann schlaf länger”, so James B. Maas, PhD, Professor und ehemaliger Vorsitzender der Abteilung für Psychologie an der Cornell Universität.

  1. Erstellung von kreativen Verbindungen

Manchmal kommt unser Verstand in die Quere unseres Gehirns und umgekehrt. Wenn es um Kreativität geht, errichten wir manchmal unterbewusst Hindernisse (z.B. eine Schreibblockade) an denen wir hängen bleiben.

Unser Unterbewusstsein hat dieses Problem nicht. Er kann denken wie und was es will und diese selbst gebauten Blockaden ignorieren. Das Resultat ist eine erhöhte Kreativität: Wir entwickeln Assoziationen mit dem, was wir bereits wissen und was wir uns vorstellen, was uns zu neuen Ideen, Möglichkeiten und Lösungsansätzen führt.

Ohne ausreichend Schlaf, so fand eine Studie heraus, läuft unser relationaler Speicher nicht auf vollem Niveau und wir können nicht die gleichen Verbindungen schaffen, die unser ausgeruhtes Gehirn, unter den richtigen Umständen, in der Lage ist zu schaffen.

  1. Entscheidungen treffen

Während der Körper schläft, verarbeitet das Gehirn die Informationen, die wir während dem Tag aufgenommen haben und arbeitet sich durch Probleme, um Antworten zu finden.

Eine Studie in der Fachzeitschrift Current Biology hat die Theorie getestet, dass wir äußere Reize basierend dem was wir aktuell gelernt haben, während des Schlafes verarbeiten. Teilnehmer wurden gebeten, Wörter entweder als Tier oder Objekt zu klassifizieren und dabei die Antworttaste entweder mit der rechten oder linken Hand, entsprechend der Antwort, zu drücken. Nachdem die Studieteilnehmer eingeschlafen waren, wiederholten die Forscher die Wörter; die Hände der Teilnehmer reagierten mit Motorbewegungen der linken oder rechten Hand in Reaktion auf die genannten Wörter, genau wie auch im Wachzustand.

Wie du siehst, gibt es viele Gründe für ausreichend Schlaf. Der Preis, den du für durchzechte Nächte zahlst, kann um einiges höher sein, als du dir bewusst bist.

 

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