Was ist eine Esssucht und was kannst du dagegen tun?

Burger und Pommes - Folge-Heißhungerattacken vorprogrammiert

Burger und Pommes – Folge-Heißhungerattacken vorprogrammiert

Falls du je versucht hast weniger Junk Food zu essen, ist dir wahrscheinlich aufgefallen, dass dies leichter gesagt, als getan ist.

Die meisten von uns neigen dazu Heißhunger zu bekommen… wobei uns das Gehirn in eine bestimmte Richtung lenkt.

Auch, wenn wir rational wissen, dass bestimmte Lebenmittel schlecht für uns sind, scheint unser Gehirn dem teilweise zu widersprechen.

Einige Leute haben dieses Problem nicht und steuern ihre Ernährung ganz bewusst, während andere schier gar keine Kontrolle über ihre Essensgelüste zu scheinen haben.

Trotz besser Absichten greifen sie immer wieder zu ungesunden Lebensmitteln, auch wenn sie sich fest vorgenommen haben, diesen endlich abzusagen.

Während einige jetzt denken, dass dies einfach mit Willenskraft zu tun hat, ist die Situation of viel komplizierter als das.

Tatsache ist, dass Junk-Lebensmittel das Belohnungssystem unseren Gehirns stimulieren und zwar auf die gleiche Weise wie beispielsweise Kokain.

Für anfällige Menschen können Junk-Lebensmittel zu einer ausgewachsenen Sucht werden und zwar auf der gleichen biologischen Basis wie Drogensucht.

Was hat es mit der Esssucht auf sich?

In unserem Gehirn befindet sich ein sogenanntes Belohnungssystem.

Dieses System soll uns, wie der Name schon sagt, „belohnen“, wenn wir Dinge tun, die unser Überleben fördern. Das beinhaltet unser Ur-Verhalten: das Essen.

Unser Gehirn weiß, dass, wenn wir etwas essen, wir unserem Körper damit etwas gutes tun, und schüttet daher eine Reihe von Wohlfühl-Chemikalien, wie den Neurotransmitter Dopamin, aus – was von unserem Gehirn als Freude interpretiert wird.

Das Problem mit modernen Junk-Lebensmittel ist, dass sie zu einer Belohnung führen, dieweitaus mächtiger ist als alles, was wir jemals in der Natur ausgesetzt wären.

Während ein Apfel oder ein Stück Steak eine moderate Menge Dopamin freisetzen, ist beispielsweise ein Magnum so befriedigend, dass gleich eine riesen Menge Dopamin freigesetzt wird.

Dies kann zu Toleranz und Entzugserscheinungen führen – ein Markenzeichen der körperlichen Abhängigkeit.

Wenn du dein Dopamin Belohnungsystem ständig stark beanspruchst (Hallo, Mitternachts-Schokoriegel) gewöhnt sich dein Belohnungssystem daran und fährt die Dopamin-Rezeptoren herunter.

Sobald das Gehirn der Meinung ist, dass die Menge an Dopamin zu hoch ist, fängt es an Dopamin Rezeptoren zu entfernen.

Wenn du wenniger Rezeptoren hast, brauchst du widerum mehr Dopamin, um den gleichen Effekt, die gleiche Befriedigung zu erlangen, weswegen du oft noch mehr Junk-Food Gelüste verspürst.

Dies nennt sich Toleranz.

Kommst du diesen Gelüsten nicht nach, fängst du an dich unglücklich zu fühlen, sobald du deinen Junk-Food Fix nicht bekommst.

Dies nennt sich Abhängigkeit.

Toleranz und Abhängigkeit sind die Markenzeichen körperlicher Abhängigkeit.

Mehrere Studien an Ratten zeigen, dass sie in der gleichen Weise körperlich süchtig nach Junk Food werden können, wie sich süchtig nach Drogen werden können.

Natürlich ist all dies eine drastische Vereinfachung, aber so funkioniert im Grunde eine Esssucht und jede andere Art von Sucht.

Heißhungerattacken sind ein wesentliches Merkmal der Sucht

Diese Attacken sind eine Begierde, ein emotionaler Zustand oder Wunsch, ein bestimmtes Lebensmittel zu konsumieren. Es hat nichts mit natürlichem Hunger zu tun.

Heißhunger erscheint oft aus dem Nichts.

Oftmals machen wir banale Dinge, wie fernsehen, mit dem Hund spazieren gehen, lesen… und dann plötzlich… verspüren wir das Velangen auf ein Eis.

Auch wenn der Heißhunger oft wie aus dem Nichts auftaucht, kann er durch bestimmte Auslöser, verstärkt werden.

Der Geruch von Pizza in der Luft… die Eiskreme Werbung…

Das Verlangen kann jedoch auch durch bestimmte emotionale Zustände ausgelöst werden, wie Depression. Hierbei geht es darum, das Verlangen des Gehirns nach Dopamin zu befriedigen. Es hat nichts mit der Notwendigkeit für Energie oder Nahrung zu tun.

Dieses Verlangen fängt oft an deine Aufmerksamkeit zu dominieren, bis du an nichts anderes mehr denken kannst, als Essen.

Für Lebensmittelabhängige kann dieses Heißhungergefühl so mächtig sein, dass die Betroffenen ständig überessen, obwohl sie sich der körperlichen Schäden, die sich damit anrichten, bewusst sind.

Mit der Zeit kann so eine Esssucht zu schweren körperlichen und psychischen Problemen führen. Reichen einst noch vier Kugeln Eis aus, um das Verlangen zu stillen, sind es dann vielleicht schon sechs oder acht Kugeln.

Die meisten Menschen, die mit dieser Art von Essstörung zu kämpfen haben, verstecken ihren Konsum von anderen und leiden zusätzlich an Depressionen und einem stark gebrochenem Selbstwertgefühl.

Verschlimmert wird das Ganze dadurch, dass sich die meisten Menschen gar nicht bewusst sind, dass sie süchtig nach Essen sind, weil sie einfach denken, dass sie schwach und undiszipliniert sind.

Leidest du unter einer Esssucht?

Eine Esssucht kennzeichnet sich durch:

Einen Kontrollverlust über das Essverhalten (z.B. das Essen nicht stoppen zu können oder die Kontrolle darüber zu verlieren, was oder wie viel man isst).

Wiederholte Episoden von Heißhungerattacken – innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (z.B. von 2 Stunden)

Die Essanfälle gehen mit 3 (oder mehr) der folgenden Merkmale einher:

  • Wesentlich schneller essen als üblich
  • Essen bis zu einem unangenehmen Völlegefühl
  • Essen großer Nahrungsmengen ohne körperliches Hungergefühl
  • Alleine essen, weil man sich dafür schämt, wie viel man isst
  • Deprimiertheit, Ekel oder große Schuldgefühle bezüglich des Essens
  • Essen großer Nahrungsmengen ohne körperliches Hungergefühl
  • Im Durchschnitt treten die Essanfälle mindestens 2 Mal pro Woche über einen Zeitraum von 6 Monaten auf.

 Was kannst du tun, wenn du unter einer Esssucht leidest?

Leider gibt es, wie bei jeder Sucht, keine einfache Lösung.

Während einige Menschen neu lernen müssen, wie sie ihr Essverhalten steuern, ist es für andere am besten, bestimmten Lebensmittel komplett aus dem Weg zu gehen. Wenn dir die oben genannten Symptome bekannt vorkommen, ist es am besten, dir professionelle Hilfe zu suchen.

 

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