Kartoffelschalen: Gesund oder giftig?

Sind Kartoffelschalen wirklich so gesund, wie viele glauben?

Sind Kartoffelschalen wirklich so gesund, wie viele glauben?

Versuche in der Wildnis einen Vogel zu essen und er wird wie wild versuchen deine Hand zu picken.

Der Punkt ist: Alle Tiere haben bestimmte Abwehrmechanismen gegen mögliche Fleischfresser. Das Gleiche gilt auch für Pflanzen, deren Abwehrmechanismen allerdings nicht so offensichtlich sind, das sie keine Klauen und Zähne haben.

Die meisten Pflanzen produzieren eine Art toxischer Verbindung, die sie nutzen um Insekten und Tiere abzuwehren. Jetzt fragst du dich wahrscheinlich was das mit Kartoffelschalen zu tun hat, richtig? Nun, diese Verbindungen können auch für die menschliche Verdauung und Gesundheit problematisch sein.

Keine Panik – dein Salat wird dich nicht umbringen.

Wie bei allen natürlichen Toxinen kommt es auch hier auf die Dosis an. Auch Alkohol beispielsweise in Form von einem Glas Rotwein oder Bier ist ein Toxin – hat aber eine antioxidative Wirkung und kann tatsächlich deine Gesundheit verbessern. Täglich Alkohol trinken kann jedoch eine Alkoholvergiftung oder Lebererkrankung verursachen.

Heute dreht sich jedoch alles um die Kartoffel. Die Deutschen essen durchschnittlich knapp 60 kg Kartoffeln pro Jahr – so viele werden in keinem anderen Land gegessen.

Deshalb hier alles, was du zu Kartoffeln und Toxine wissen musst:

Erstens glaube ich persönlich, dass eine moderate Kohlenhydrat-Zufuhr bei regelmäßig aktiven Personen vollkommen in Ordnung ist. Während weniger aktive Personen auch weniger Kohlenhydrate zu sich nehmen sollten, können Kohlenhydrate einem Sportler genau den Push geben, den er für sein nächstes intensives Training benötigt.

Auch Anhänger der Steinzeit-Diät schwören oft auf Kartoffeln oder Süßkartoffeln als primäre Kohlenhydratquelle.

Hierbei spielt jedoch die Zubereitung eine große Rolle – gerade dann, wenn Kartoffeln auf fast täglicher Basis gegessen werden.

Viele Athleten, die regelmäßig Kartoffeln als primäre Kraftstoff-Quelle aßen, klagten über Entzündungen und Gelenkschmerzen. Andere aßen Süßkartoffeln und klagten über Blähungen und andere gastrointestinale Beschwerden.

In beiden Fällen wurde die Ursache auf die Kohlenhydrate geschoben. Aber in Wirklichkeit war nicht die Glucose/Stärke das Problem, sondern eine natürliche toxische Verbindung – das natürliche Abwehrsystem der Pflanze.

Kartoffeln mit Schale oder ohne?

Starten wir mit der schlechten Nachricht. Zusätzlich zu Stärke enthalten Kartoffeln giftige Verbindungen namens Glycoalkaloide. Dieser Abwehrmechanismus soll Insekten, Pflanzen und auch uns davon abhalten, die Kartoffel zu essen.

Die gute Nachricht? Ein Großteil dieser Glycoalkaloide befindet sich in der Kartoffelschale.

Wenn du also regelmäßig, d.h. 2-3 Mal pro Woche Kartoffeln isst, solltest du diese am besten schälen und ohne die Haut essen. Damit nimmst du immer noch eine gute Auswahl an Vitaminen und Mineralstoffen zu dir, aber musst dir keine Gedanken machen, zu viele toxische Verbindungen aufzunehmen.

Sicher, nimmst du dadurch auch weniger Fasern zu dir, aber die paar Gramm Ballaststoffe sind es nicht wert, dass deshalb Schadstoffe zu dir nimmst.

Was ist mit Süßkartoffeln?

Nun, Wissenschaftler sind sich hierbei noch nicht einig, da Süßkartoffeln einer anderen Klassifizierung angehören und nicht die gleichen Giftstoffe, die in normalen Kartoffeln gefunden wurden enthalten. Dennoch beklagen Sportler immer wieder auch nach dem Verzehr von Süßkartoffeln mit Schale, dass sie unter Verdauungsproblemen litten. Und wie beim Beispiel oben würde es auch hier Sinn machen. Denn die Haut der Süßkartoffel ist deren natürliche Schutzwand gegen Raubtiere – zumindest die, die ohne Kartoffelschäler durchs Leben spazieren.

Deshalb raten wir auch hier, die Süßkartoffeln vor dem Verzehr zu schälen.

Reis als Alternative?

Wenn du dich mit der Paläo-Diät auskennst, dann weißt du bereits, dass die meisten Getreidekörner Anti-Nährstoffe wie Phytinsäure enthalten, welche die Nährstoffaufnahme hemmen können. Inklusive braunem Reis.

In einigen, Paläo-Kreisen gilt weißer Reis jedoch als sichere Stärke Alternative, da der Anti-Nährstoff, Phytinsäure, der problematisch für die Verdauung und Nährstoffaufnahme ist, sich in der Kleie des Korns befindet. Diese wird beim Schleifprozess, der braunen Reis im Grunde zu weißem Reis macht entfernt. Darum essen Kulturen, die viel Reis essen im allgemeinen weißen Reis. Es ist jedoch wahrscheinlich mehr eine natürliche Intuition, als dass es auch Wissenschaft beruht.

Steinzeit-Kultur und Fazit

Ich glaube, dass uns die Evolutionsgeschichte eine wertvolle Lektionen über die optimal gesunde Ernährung liefert. Heutzutage werden wir oft von Informationen überflutet und die Wissenschaft bringt ständig neue Erkenntnisse ans Tageslicht. Manchmal sollten wir einfach auf unsere natürlichen Instinkte hören und uns überlegen, wie sich die Menschen vor den Zeiten der Supermärkte ernährt haben und schon essen wir um einiges gesünder.

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