4 gute Gründe öfter zu baden

Artikel Quelle: TheAlternativeDaily.com

Perfekt zum Seele baumeln lassen

Perfekt zum Seele baumeln lassen

Es muß eine Menge Dinge geben, gegen die ein heißes Bad nicht hilft. Aber ich kenne nicht viele.                                                               Sylvia Plath

Seit jeher gilt Baden als ein Heilmittel gegen Stress und Verspannungen. Kein Wunder, dass Badeanstalten im dritten Jahrhundert der letzte Schrei waren.

Die alten Griechen und Römer errichteten teure und gut ausgestattete Badeanstalten, in denen sie nicht nur Geschäfte abwickelten, sondern sich auch mit Freunden zum Essen und Trinken trafen. Für sie war das Baden nicht nur ein therapeutisches, sondern auch ein soziales Erlebnis.

Manch öffentliches Bad-Emporium war so aufwendig, dass es sogar Kunstgalerien, Hörsäle und Meditations- und Gebetsräume enthielt. Das durchschnittliche öffentliche Badehaus hatte für ca. 6000 Badegäste auf einmal Platz. Die Reichen brachten ihre Diener mit, die sich um alle ihre Wünsche kümmerten.

Auch soziale Feste und die noch heute bekannte Wassergymnastik waren üblich und immer wieder fanden müde Soldaten nach einem langen Tag in der Schlacht hier Erholung und Entspannung.

Bei den Römern galt ein heißes Bad als gesundheitsfördernd, während die Griechen der Meinung waren, dass das vollständige Eintauchen ins Wasser hauptsächlich für Frauen war.

Gerade die reichen Römer wurden bei ihrem Bad oft von bis zu sieben Heilern begleitet, die sich während des Badens um verschiedene Körperstellen kümmerten. Einige dieser Heiler verwendeten dabei Kräuter, andere Öle und wieder andere Edelsteine. Die Dienste dieser Heiler wurden oft sogar noch vor einem Besuch des örtlichen Mediziners in Anspruch genommen.

Badehäuser waren nicht nur auf Europa und den Mittelmeerraum beschränkt, sondern auch in vielen anderen Kulturen vertreten, einschließlich bei den antiken Türken und Japanern, bei denen die Bäder reich verziert mit Gold-, Silber- und Messing-Armaturen und künstlerischen Teppichen und Tapisserien waren.

Ausbreitung von Krankheiten

Öffentliche Badehäuser waren nur für kurze Zeit aktuell, da sich Seuchen, Epidemien und Krankheiten über das Wasser sehr schnell ausbreiteten. Auch die bleiernen Viadukte, durch die das Wasser lief, waren hochgiftig.

Einige Menschen wurden durch das toxische Wasser sogar steril oder impotent. Nachdem die Verbindung zwischen den Badehäusern und der Verbreitung von Krankheiten erst einmal gemacht wurde, blieben die Besucher aus und die Badehäuser schlossen nach und nach ihre Pforten.

Schmutz ist gut, aber Wasser ist besser

Baden wurde Ende des 16. Jahrhunderts immer unbeliebter. So kam es sogar zu dem Punkt, an dem angenommen wurde, dass Schmutz vor Keimen schützt. Basierend auf diesem Glauben badeten die Menschen immer weniger und deckten ihren Körpergeruch mit Perücken, Kostümen und Parfüms ab.

In den frühen 1800er Jahren, als viele Menschen an den Seuchen in England starben, fand man heraus, dass Wasser nicht die Ursache für Krankheiten ist, sondern Krankheiten vermeiden oder sogar heilen kann. Die Engländer investierten ab da viel Zeit und Geld in die Entwicklung der Bad-Technologie.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Wasser für die Hygiene, Sozialisation und Heilung eingesetzt. Heute sind Thermen, Saunen, Whirlpools, Thermalbäder, Schwefelbäder, Mineralbäder und sogar Wassergeburten weit verbreitet.

Allerdings musst du nicht erst eine heiße Quelle besuchen oder zu einem berühmten Kurort reisen, um die Vorteile eines Bades zu genießen. Ein warmes Bad ist gerade nach einem langen Tag das Beste, was du tun kannst – auch wenn es nur einmal pro Woche ist.

Hier vier Gründe öfter zu baden:

1. Besser Schlafen

Wenn du, wie Millionen andere Deutsche mit dem Einschlafen zu kämpfen hast, dann kann ein warmes Bad Wunder wirken. Das Baden vor dem Schlafengehen erhöht die Körpertemperatur, welche, nachdem du aus dem Bad aussteigst, langsam wieder sinkt. Dies signalisiert deinem Körper, dass es Zeit zum Ausruhen ist und du wirst dich schon bald schläfrig fühlen.

Für ein noch entspannteres Bad einfach ein paar Tropen Lavendelöl, verdünnt mit einem Trägeröl oder Bio-Schaumbad ins warme Wasser geben. Lavendel reduziert nachweislich das Stresshormon Cortisol. Machen die Augen zu, lege dir ein Kissen in den Nacken und dämme das Licht, vergiss aber bitte nicht ins Bett zu gehen.

2. Schmerz Lindernd

Hydrotherapie ist eine sehr erfolgreiche Behandlungsmethode gegen eine Vielzahl von Schmerzen. Ein warmes, nicht übermäßig heißes Bad entspannt die Muskeln und fördert die Heilung. Besonders Arthritis-Patienten profitieren von ein paar Löffeln Meeressalz im Badewasser. Bittersalz hingegen verringert Entzündungen und kann dazu beitragen, dass dein Muskelkater nach dem Sport nicht ganz so intensiv ausfällt.

Wenn du unter Rückenschmerzen leidest, solltest du einen Tennisball mit in die Wanne nehmen und diesen zwischen die wunde Stelle und die Wand oder den Boden der Wanne klemmen. Sanftes hin- und herrollen wirkt Wunder gegen verklemmte Muskeln.

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